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Februar 2001 - American Journal of Gastroenterology 96 - Vergleich von Koloskopie und virtueller Koloskopie mittel Computertomographie
Bei  99 Patienten wurden die oben genannten Untersuchungen direkt miteinander verglichen. Die Computertomographie-”Koloskopie fand 7 von 8 Tumoren und 26 von 45 Polypen. Flache Läsionen (Entzündungen etc.) wurden durch die Computertomographie nicht entdeckt. Daraus wird geschlossen, dass die virtuelle Koloskopie der konventionellen Koloskopie weiterhin deutlich unterlegen ist.

Januar 2001 - Gastroeneterology 120 - Parameter, die ein Rezidiv einer Colitis ulcerosa voraussagen
Bei der Nachbeobachtung von Patienten mit Colitis ulcarosa, zeigte sich, dass weibliche Patienten zwischen 20 und 30 mit bereits durchgemachten Rezidiven ein erhöhtes Risiko eines erneuten Rezidivs haben und mit einer medikamentösen Prophylaxe behandelt werden sollten.

Dezember 2000 - GUT 47 - Studie zum Vergleich zwischen einer speziellen Computertomographiemethode und einer Koloskopie
Die Patienten wurden koloskopisch und computertomographisch untersucht. Hier zeigte sich, dass alle
Karzinome von beiden Verfahren entdeckt wurden. Die im Darm befindlichen Polypen waren mit der Computertomographie nicht sichtbar. Zusätzlich waren mit der Koloskopie alle Läsionen direkt erreichbar und es konnten Proben entnommen werden beziehungsweise wurden die Polypen definitiv behandelt.

Dezember 2000 - British Journal of Surgery 87 - Studie zum Krankheitsverlauf bei Morbus Crohn und erfolgter Entfernung von Darmanteilen
Bei bis zu 83  % der an Morbus Crohn Erkrankten muss innerhalb von 10 Jahren nach Diagnosestellung eine Darmresektion (Entfernung eines Darmanteiles) vorgenommen werden. Bis zu einem Drittel der Patienten werden innerhalb der ersten 10 Jahre nach der Operation erneut operiert. Kinder müssen offenbar nicht so häufig operiert werden. Bei Auftreten der Erkrankung am Anus wird häufiger nachoperiert, das gilt auch, wenn eine ausgedehnte Dünndarmoperation notwendig wurde.

Dezember 2000 - British Journal of Surgery 87 - Literaturübersicht zum Thema des Neuaufbaus einen Analsphinkters bei Inkontinenz
Verglichen wurde die Methoden der Neuanlage eines Sphinkters ohne elektrische Stimulation, mit elektrischer Stimulation und der Implantation eines Kunstsphinkters. Im Vergleich zeigte sich, dass der stimulierte Sphinkter (aus körpereigener Muskulatur mit einem “Schrittmacher” gesteuert) gegenüber dem unstimulierten Sphinkter eindeutig vorteilhafter ist. Der Kunstsphinkter ist noch nicht sehr weit erprobt, erzielt aber scheinbar eine sehr gute Dichtigkeit.

November 2000 - Chirurg 71 - Ursache der Anastomoseninsuffizienz nach Operationen am Rektum nicht eindeutig
Eine eindeutige Ursache für die Entstehung von Lecks in den Darmnähten nach Mastdarmoperationen wurde nicht gefunden. Auffällig war, dass alle Patienten mit einer solchen Leckage Raucher waren. Scheinbar sind die Veränderungen in der Blutversorgung nach Operation gerade bei Rauchern erheblich und es kommt zu Minderdurchblutungen. Operationsverfahren spielten keine Rolle in der Entstehung der Insuffizienz. Die Verwendung eines zeitweilig angelegten künstlichen Darmausgangs wird empfohlen, um die Folgen der Anastomoseninsuffizienz zu mindern.

September 2000 - New England Journal of Medicine 343 - Irinotecan mit Fluorouracil und Leucovorin zusammen gegeben verlängert die Überlebenszeit bei metastasierendem Kolonkarzinom
In einer Multicenterstudie in USA wurde die Wirksamkeit von Irinotecan / Fluorouracil / Leucoverin gegen Fluorouracil / Leucoverin (derzeitiges Standardmedikament) getestet. Dabei zeigte sich die Überlegenheit der Kombination mit Irinotecan in Bezug auf Rezidvfreiheit und Lebensdauer.

Juli 2000 - Gastro Highlights 2000 (Kongress in Zürich)
- bei Patienten mit nachgewiesener genetischer Disposition zum Kolonkarzinom wird eine koloskopische Kontrolle aller 2 Jahre empfohlen
- Kalzium scheint die Anzahl von Polypen im Darm zu senken (1,2 g/Tag)
- COX2-Hemmer scheinen ebenfalls eine Wirkung gegen die Karzinomentstehung zu haben
- Tumornekrosefaktor-Antagonisten wirken recht zuverlässig bei einem aktiven Schub des Morbus Crohn, falls andere Medikamente nicht mehr wirksam sind. Allerdings kann nach Absetzen des Medikamentes ein erneuter Schub auftreten.

Juli 2000 - Deutsches Ärzteblatt 97 - Evidenzbasierte Immunsuppression bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Neurath, Stange) - Zusammenfassung

Juni 2000 - New England Journal of Medicine 343 - Der Effekt eines Cyclooxigenase-2-Hemmers auf die Entstehung von Polypen bei Patienten mit Familiärer Polyposis Coli
Hier konnte gezeigt werden, dass nach Anwendung von Celeoxib (400 mg/d) signifikant weniger (14,6 %) Polypen neu entstehen als nach Gabe eines
Scheinpräparates. Das Medikament wirkt auf die gleichen Enzyme wie Acetylsalicylsäure, hat aber weniger Nebenwirkungen und wird vor allem bei rheumatoiden Erkrankungen verwendet.

Juni 2000 - New England Journal of Medicine 343 - Effekt von Methotrexat bei gering aktivem Mb. Crohn
Hier lässt sich im Vergleich zum
Placebo eine stärkere Verringerung der Aktivität von Methotrexat feststellen. Es kam unter der niedrigen Dosierung von Methotrexat zu Remissionen in 65% (39% Placebo).

Juni 2000 - New England Journal of Medicine 343 -Effekt von Wachstumshormon (Somatotropin) auf Patienten mit Mb. Crohn
Die mit Wachstumshormon behandelten Patienten haben einen verringerten Best-Index gegenüber dem Ausgangswert (-150 Punkte). Das spricht für die komplementäre Gabe des Wachstumshormons bei der Behandlung des nicht mehr hochakuten Stadiums.

Mai 2000 - Deutsches Ärzteblatt 97 - Stuhlinkontinenz. Diagnostisches und therapeutisches Stufenschema (Pehl, Birkner, Bittmann, Cluss, Emmert, Fuchs, Passern, Wendl, Schepp, Heitland) - Zusammenfassung

Mai 2000 - 117. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie in Berlin
Inkontinenz: Die bildgebende Diagnostik wird bei der Inkontinenz erweitert, um die einzelnen Formen und Ursachen differenziert behandeln zu können. Insbesondere ist die Durchführung einer Magnetresonanztomographie des kleinen Beckens unverzichtbar. So können mit neuen Geräten aich kleinere Läsionen am Darm und im Analbereich erkannt werden. Die Endosonographie behält jedoch ihren wichtigen Stellenwert in der Erkennung von Läsionen im Schließmuskelbereich.
Die Inkontinenz wurde auf dem Kongress in 6 Ursachengruppen eingeteilt:
1. Veränderte Stuhlkonsistenz
2. Gestörte Kapazität und Compliance des Darms
3. Gestörte anorektale Sensibilität
4. Gestörte Beckenbodenfunktion
5. Gestörte Sphinkterfunktion
6. Mischformen aus 1. bis 5.
Jede dieser Ursachengruppen erfordert nach eingehender Diagnostik (s.o.) die geeignete, spezielle Therapie.
Analfissur : Die Ausschneidung der Fissur hat bei chronischem Befall eine Heilungschance von ca. 90%, in 6% kommt es zu einem Rezidiv. Ähnlich gute Heilungschancen hat die konservative Behandlung, bei der Medikamente wie Botulinustoxin unter die Fistel gespritzt werden.
Hämorrhoiden : Bei der Behandlung der Hämorrhoiden III. Grades scheint die Operation mit dem Hämorrhoidenstapler, ein Klammernahtgerät, Vorteile zu haben. In einer Studie wird von weniger Schmerzen und einem besseren optischen Ergebnis sowie schnellerer Wundheilung berichtet. Grössere Studien stehen noch aus.
Kolonkarzinom: Die Chemotherapie scheint bei Befall nur eines Lymphknotens keine Verbesserung des Langzeitüberlebensrate zu bringen. Dagegen ist die Verbesserung nach Chemotherapie bei zwei oder mehr befallenen Lymphknoten eindeutig. Weitere Studien müssen noch folgen, um den Wert dieser Aussage eindeutig zu belegen. Falls andere Studien diese Ergebnisse nachvollziehen können, kann die Nachbehandlung für diese Patienten entfallen.
Analfistel: Die Entfernung der Analfistel kann sofort nach Abklingen der Entzündung vorgenommen werden. Ein monatelanges Abwarten nach Fadendrainage scheint nicht mehr notwendig zu sein.

New England Journal of Medicine 343 - Zwei Arbeiten über den Einfluss von Ernährungsfaktoren auf die Entstehung von Polypen und Karzinomen
In den Studien konnte kein Vorteil von faserreicher oder vitaminreicher Kost mit wenig Fett gezeigt werden. In den Gruppen mit der oben genannten Ernährung traten nicht weniger Polypen auf
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